Schlagwort-Archiv: Land

Sep
25
2011

Stefan Birkner übernimmt Landesvorsitzende von Rösler

Der außerordentliche Landsparteitag am Sonntag hat einen neuen Landesvorsitzenden für die Niedersächsische FDP bestimmt.
Mit 87.5% Zustimmung hat Stefan Birkner das Amt von Philip Rösler übernommen. Die Aussprache war voller offener Worte, die dem scheidenden Landesvorsitzenden in den Ohren geklungen haben dürften.
Schlimm? Nicht schlimm, wie ich finde. Eine Partei die nach einer verlorenen Kommunalwahl zum business as usual gekommen wäre, hätte tatsächlich nichts gelernt.
Wir gehen davon aus, dass die kritischen Worte bei Landesvorstand und im Bund nicht ungehört bleiben und wünschen unserem neuen Landesvorsitzenden eine glückliche Hand und allen viel Erfolg.

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Mai
20
2011

Familienpolitiker vor Ort

Ob im Bund oder in der Gemeinde vor Ort, die Familie ist im großen wie im kleinen ein wichtiges Thema.
Das Familienbild ändert sich und auch das Wendland ist davon nicht unbetroffen. Ob Seniorenbetreuung oder Jugendzentrum, Schulverpflegung oder Treffpunkte – was bei uns vor Ort für das Überleben und die Entwicklung von Einrichtungen entscheident ist, basiert auf zwei Faktoren: dem Engagement der Beteiligten hier im Landkreis und den politischen und finanziellen Rahmenbedingungen, über die vor allem außerhalb des hiesigen Einflussbereiches entschieden wird.

Nicole Bracht-Bendt sitzt für die FDP im Bundestag. Dort ist sie als Frauen- und Seniorenpolitische- Sprecherin der FDP-Fraktion mit Großbaustellen wie Elterngeld, Pflegezeit für Familienangehörige und Jugendbetreuung vertraut. Was sich im Rahmen der Möglichkeiten in Lüchow-Dannenberg entwickeln lässt, darüber informierten die Liberalen im Landkreis die gelernte Tischlergesellin aus Buchholz in der Nordheide.

“Gute, persönliche Kontakte sind wichtig, um langfristig erfolgreich Einfluss zum Wohle des Kreises nehmen zu können”, erklärt Rosalinde Klappstein und zeigte der Parteifreundin auf einer gemeinsamen Rundfahrt durch den Landkreis einige exemplarische Einrichtungen zwischen Hitzacker und Lüchow.

Boris von dem Bussche, Nicole Bracht-Bendt, Schulleiter Thiele und Rosalinde Klappstein im FRG Dannenberg

Boris v.d. Bussche, Nicole Bracht-Bendt, Schulleiter Thiele und Rosalinde Klappstein im FRG Dannenberg

Zum Beispiel die Schulmensa in Dannenberg.
Die mit dem bargeldlosen Zahlungsverkehr schon heute Auflagen, über die sich anderenorts auf Planungsebene noch der Kopf zerbrochen wird. Im Gespräch mit Schulleiter Hans Jürgen Thiele vom FRGließ sich Nicole Bracht-Bendt über Konzept und Praxis der Mensa informieren. “Beispielhaft”, findet Sie die Umsetzung des Konzeptes, welches die Interessen von Schule, Betreiber und Essern berücksichtigt. Herausragend findet Bracht-Bendt, dass sich kein Schüler für einen offenkundigen Zuschuss zum Essen zu schämen braucht. Die Chipkarte, die von allen gleichermaßen zur Abrechnung verwendet wird, ersetzt die Essensgutscheine, die oft als diskriminierend empfunden werden. Dass für die Einführung entsprechende Fördermittel genutzt werden konnten war für die Familenpolitikerin ein wertvoller Hinweis: “Vor allen das Tempo mit dem die Umsetzung möglich war, ist bemerkenswert und sehr erfreulich.”

Ein Form des “Kampf gegen AIDS”
“Aufklärung bleibt wichtigster Bestandteil im Kampf gegen Aids”, ist man im Gesundheitsamt des Zweckverbandes Uelzen-Lüchow-Dannenberg überzeugt. Ein Baustein als Weg zum Ziel sei ein Mitmachparcours, der mit Unterstützung von Landkreis, Violetta e.V., Diakonischem Werk, Samtgemeinde Elbtalaue, Weibsbildung e.V. und der Volksbank Osterburg-Lüchow-Dannenberg von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung angefordert wurde. Nicole Bracht-Bendt war bei der Eröffnung des Parcours mit dabei und betonte, dass das Thema AIDS nach wie vor eine echte Bedrohung für Deutschland sei. Sie begrüßte, dass mit vielen verschiedenen Kanälen versucht werde, gerade die Jugendlichen auf die Risiken hinzuweisen. In diesem Zusammenhang sei es erfreulich, dass die Samtgemeinde über einen aktiven Präventionskreis verfüge, der sich auch dieses Themas annehme.

Zum Beispiel “Mehrgenerationenhäuser“.
Junge Familien und Senioren unter einem Dach. Dieser Idee folgen die beiden Mehrgenerationenhäuser, die Klappstein und Bracht-Bendt in Dannenberg und Lüchow besuchten. Gemeinsam mit Vertretern von Verwaltung und Einrichtungen diskutierte die Bundestagsabgeordnete auch über künftige Fördermöglichkeiten dieser Häuser.

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Apr
26
2011

Mehr Offenheit wagen

Probleme die durch verschwiegene Institutionen entstehen, kennen wir im Wendland aus unserem allseits unbeliebten Großthema Gorleben. Das soll hier heute aber nicht aufgegriffen werden (schon um den Eindruck zu vermeiden, es gäbe im Landkreis nur dieses Thema).

Vielmehr geht es um die Frage, welche öffentlich erhobenen Daten sollten eigentlich auch öffentlich zur Verfügung stehen? Einen prominenten Anlass dafür gibt es eigentlich nicht – zumindest keinen tagesaktuellen.

Das Thema geht auch uns im Landkreis etwas an: Daten fallen auch im Wendland genug an – und landen hier vor allem im Tresor. Das könnte ein größeres Problem sein, als es auf den ersten Blick erscheint. Wo Gutachten bei den Verwaltungen verbleiben, Protokolle schwer einsehbar sind oder Pläne vor allem in geschlossenen Zirkeln kursieren bleibt die “Öffentlichkeit” unbeteiligt. Wer Beteiligung fordert, sollte auch den Mut zur Offenheit aufbringen.

Was man aus (für das Internet) aufbereiteten Daten ablesen könnte, wurde hier schon einmal demonstriert..

Als “bedenkenswerten Beitrag zum Thema” empfehle ich ein Video von Mario Sixtus. Der ist im realen Leben Journalist und hat sich im virtuellem Dasein als Elektrischer Reporter schon früh damit beschäftigt, Hintergründe zur Netzkultur auf niveauvolle und trotzdem eingängige Weise aufzubereiten.

Der Umgang mit Daten, ob privat oder öffentlich, ist natürlich auch ein Thema für die Landes- und Bundespolitik. Das Hambacher Smposium ist nur eine von zahlreichen Veranstaltungen, die seitens der Friedrich-Nauman-Stiftung dokumentiert sind. Die einzelnen Parlamente der Länder beschäftigen sich immer wieder mit dem Thema.

Fast jeder unserer liberalen Landesvertreter hat zu Aspekten dieser Problematik Stellungnahmen abgegeben (hier oder hier oder noch mehr hier zu erkennen.)

Video geht nicht?
Falls das Video sich nur schlecht abspielen lässt, ist hier noch einmal der vollständige Link zu Website von Mario Sixtus.

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Apr
12
2011

Braunschweiger Beschlüsse: Die Innenansicht des Kreisverbandes

Auf dem Landesparteitag der FDP Niedersachsen in Braunschweig am 09./10.04.2011 wurde mit 2/3 Mehrheit beschlossen, daß neben Gorleben weitere alternative Standorte untersucht werden müssen.

Dieser Beschluß war seit 2004 laufend als Beschlußantrag des Kreisverbandes der FDP Lüchow – Dannenberg in die Landesparteitage eingebracht worden – nur fand diese Forderung in den vergangenen Jahren leider keine Mehrheit unter den Deligierten.

Gemeinsam mit den Jungen Liberalen Niedersachsen, dem Ortsverband Gellersen und den Delegierten des Bezirksverbands Lüneburg sowie anderen Delegierten konnte dieser Antrag jetzt endlich umgesetzt werden.

Bemerkenswert war: Unter langanhaltendem Beifall wurde das Abstimmungsergebnis verkündet. Die auch damit verbundene Kraftprobe der Jungen Liberalen Niedersachsen gemeinsam mit dem Bezirksverband Lüneburg und weiteren Delegierten gegenüber der Linie der Mehrheit des Parteivorstandes konnte gewonnen werden.

Was bedeutet das für uns als Kreisverband? Wir können mehr als zufrieden sein denn nun ist erreicht, was wir seit acht Jahren versucht haben durchzusetzen. Der Landesparteitag war darum ein voller Erfolg. Ein Erfolg für Lüchow-Dannenberg, die gesamte Region und Niedersachsen.

Zuvor war ein anderslautender Antrag des Bezirksverbandes Lüneburg abgelehnt worden. Dieser Antrag beinhaltete die Abkehr von der Endlagerung, die langfristige Zwischenlagerung unter der Prämisse die Forschung in die Entsorgungstechnologie zu fördern.

Wie anders lautende Mitteilungen es darstellen (EJZ vom 11.04.2011) war diese Ablehnung allerdings kein Stolperstein für Wirtschaftsminister Bode. Bode ist gleichzeitig Vorsitzender des Bezirksverbandes Lüneburg und hat als dessen Vertreter dieser Antrag vorgebracht. Was in der vorangegangenen Berichterstattung aller Medien vergessen wurde:
Der Antrag ist abgelehnt worden, weil der Landesvorstand folgende Passage in die Beschlußfassung mit aufgenommen hat. Diese wurde von Dr.Birkner als Kompromisslösung vorgeschlagen und ist ebenfalls mehrheitlich beschlossen:

…Darüberhinaus ist zu untersuchen, ob die dauerhafte Zwischenlagerung eine Möglichkeit zum Umgang mit hochradioaktiven Brennelementen sein kann.

Interessant ist die Konsequenz aus dieser gesamten Beschlusslage: Wie das niedersächsische Umweltministerium bereits seit langem vorgetragen hat ist die Rückholbarkeit von hoch radioaktivem Müll unumstritten.

Nicht ohne Grund: Es sind die Lehren aus dem Desaster der Asse gezogen worden. Die Betreiber müssen jederzeit in der Lage sein den Zugriff auf die strahlenden Bestände zu bekommen. Diese Ansicht wird mittlerweile von nahezu allen politischen Gremien vertreten.

Die Beschlußlage der FDP Niedersachsen stellt das Umweltministerium vor das Problem einerseits andere Standorte ins Visier zu nehmen und andererseits den Endlagerprozess so umzugestalten, daß jederzeitige Rückholbarkeit gewährleistet ist.

Eingedenk der eklatanten geologischen und politischen Unwägbarkeiten der Erkundungen in Gorleben sind die Beschlüsse des Landesparteitages ein weiterer Grund, die Tiefenlagerung dort fallen zu lassen.

Die FDP Niedersachsen wird auf dem kommenden Bundesparteitag in Rostock die jetzige Beschlußlage vertreten müssen, was enormen Druck auf die Bundespartei im Sinne der Sache ausüben dürfte.

Kommt doch dem Lande Niedersachsen in dreierlei Hinsicht ein außerordentliches Gewicht zu:

  1. Aus Niedersachsen kommt der künftige Bundesvorsitzende Philipp Rösler.
  2. Niedersachsen ist das Bundesland, was bislang als fast einziges Bundesland die Lasten der Nutzung der Kernenergie zutragen hat. Insofern kommt Niedersachsen hier eine besondere Gewichtung zu.
  3. Niedersachsen wird – genau wie der Bund – Schwarz/Gelb regiert. Die Beschlußlage hat somit direkte Auswirkungen auf die Bundespolitik.

Wie aus Kreisen des Landesumweltministeriums verlautet, wird die langfristige Rückholbarkeit so einen Schwerpunkt erreichen, daß eine andersartige Lagerung als bisher favorisiert werden muß.

Das läuft auf eine Lagerung in oberirdischen Bunkeranlagen oder die Lagerung in anderen Formationen wie Granit und Ton hinaus. Eine Abkehr von der ursprünglich geplanten Form der Endlagerung in Steinsalz ist hier zwangsläufig die Folge. Dessen Sinn war das Ausnutzen der Konvergenz, also des vollständiger Einschlusses im Steinsalzes.

Unserer Einschätzung nach, rückt eine Endlagerung im Gorlebener Salzstock nunmehr in weitere Ferne.

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Apr
10
2011

Niedersachsens Liberale wollen die Suche!

Gespanntes Warten auf den Aufschrei von Links… Der Landesparteitag sorgt für eine handfeste Überraschung in Sachen Endlagerung von Atommüll. Die ersten Berichte kommen rein.

Je nach Vorliebe kann der Interessierte im Spiegel nachschauen:

Die niedersächsische FDP hat einen Kurswechsel bei der Suche nach einem Endlager für hoch radioaktiven Atommüll vollzogen. Parallel zur Erkundung des Salzstocks Gorleben soll umgehend mit der Suche nach weiteren geeigneten Lagerstätten begonnen werden. Das beschloss die Mehrheit der Delegierten beim FDP-Landesparteitag in Braunschweig am Samstagabend nach einer langen Debatte.

Spiegel online

Oder in der Braunschweiger Lokalpresse:

In einer langen Debatte stritten die FDP-Delegierten über den richtigen Weg zur Lagerung des stark strahlenden Mülls. Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode, Vorsitzender des FDP-Bezirksverbandes Lüneburg, forderte, bei der Entsorgung des stark strahlenden Atommülls dürfe man nicht zwingend eine Endlagerung in unterirdischem Gestein wie etwa im Salzstock Gorleben anstreben.

Ein Antrag sah vor, auf eine langfristige und sichere Zwischenlagerung über Tage zu setzen, damit ein Zugriff auf den Müll jederzeit möglich ist. Eine solche Festlegung lehnte die Mehrheit der Delegierten aber ab.

Womit sich zeigt: Es bedarf noch viel Überzeugungsarbeit. Aber mit der Unterstützung die wir jetzt haben geht da noch was!

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Apr
09
2011

NDR-Beitrag zum Kreisverband


Schön ist er geworden, der Beitrag von gestern. Zu sehen im NDR/Niedersachsen-Fenster mit deutlichem Verweis auf den Parteitag in Brauschweig. Drum verweise ich gerne mal drauf hier klicken

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Apr
07
2011

Zugriff behalten

Entsorgung von hochradioaktiven Brennelementen

Die Entsorgung von hochradioaktiven Brennelementen stellt auch nach 35 Jahren Forschung global ein ungelöstes Problem dar. Die bisher in Deutschland angestrebte Endlagerung (ohne Rückholbarkeit) stellt keine Lösung dar.
Im Hinblick auf zukünftige technische Entwicklungen müssen wir auf langfristige, sichere Zwischenlagerung bzw. Rückholbarkeit setzen. Obgleich etwa die Transmutation noch als Zukunftsszenario zu sehen ist, wäre es nicht sinnvoll, Material unserem Zugriff zu entziehen, das möglicherweise unschädlich gemacht werden könnte. Die Vereinigten Staaten gehen bereits seit Jahrzehnten den Weg der ausschließlichen Zwischenlagerung. Die FDP Niedersachsen fordert, die international gewonnenen Erkenntnisse zusammenzutragen, um so gemeinschaftlich die sicherste Lösung effizient herbeizuführen.

Antrag des Bezirksverbandes Lüneburg, eingebracht auf dem Landesparteitag in Hannover.

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