Kategorienarchiv: Statement

Liberale Einzelmeinungen und Anmerkungen aus dem Landkreis mit genug Raum für Widerspruch.

Sep
09
2011

Henne oder Ei – Massentierhaltung im Wendland

Die Diskussion um Massentierhaltung im Landkreis wird auch in der Kommunalpolitik geführt. Mein Beitrag zum Thema steht in aller Ausführlichkeit auf meiner persönlichen Seite und wird dort diskutiert.

Bauer oder Industrieller? Dass die Flächen der Bauern immer größer werden müssen, um rentabel bewirtschaftet zu werden, scheint eine unausweichliche Wahrheit zu sein. Dass Schweine und Geflügel in immer größeren Betrieben gehalten werden, ist geübte Praxis aus der DDR und wurde stillschweigend in der Gesamtrepublik übernommen. Hühner und Schweine in Großställen – das war Thema auf dem Lüchower Marktplatz.

via Wespennest

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Sep
06
2011

Kein Spiel! Für eine offene Informationspolitik.

Als ich am 01.09.2011 um 07:20 Uhr mit lauten Knall aus dem Schlaf gerissen wurde, wusste ich erst nicht wo der Lärm her kommt. Später darauf sah ich die Arbeiten am Spielplatz “Am Stadtbad”. Am Ende des Tages, als ich von der Arbeit nach Hause kam, sah ich das Ende der Arbeiten: Der Spielplatz war weg.
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Sep
02
2011

Marktplatz Dannenberg – Innenansichten

Wie fühlt es sich an, wenn ein Kandidat sich das erste Mal selbst dem Wähler präsentiert? Eine etwas andere Sicht auf den Straßenwahlkampf in Lüchow-Dannenbergs Kommunalwahlkampf.

Ich habe es immer noch nicht geschafft, meine politischen Wettbewerber mit den Anzeigen-Fotos abzustimmen und spreche fröhlich die Kandidaten von SPD, UWG und CDU an, ob sie mir nicht ihre Stimmen bei der Wahl zum Stadtrat geben möchten. Mag sein dass es als Provokation begriffen wurde, mag sein, dass die Eine der der Andere es tatsächlich in Erwägung zog (“Sie sind ja wirklich ganz nett, aber…”). via DieWespe

Mehr zum Kandidaten unter diesem Link www.diewespe.de

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Apr
12
2011

Braunschweiger Beschlüsse: Die Innenansicht des Kreisverbandes

Auf dem Landesparteitag der FDP Niedersachsen in Braunschweig am 09./10.04.2011 wurde mit 2/3 Mehrheit beschlossen, daß neben Gorleben weitere alternative Standorte untersucht werden müssen.

Dieser Beschluß war seit 2004 laufend als Beschlußantrag des Kreisverbandes der FDP Lüchow – Dannenberg in die Landesparteitage eingebracht worden – nur fand diese Forderung in den vergangenen Jahren leider keine Mehrheit unter den Deligierten.

Gemeinsam mit den Jungen Liberalen Niedersachsen, dem Ortsverband Gellersen und den Delegierten des Bezirksverbands Lüneburg sowie anderen Delegierten konnte dieser Antrag jetzt endlich umgesetzt werden.

Bemerkenswert war: Unter langanhaltendem Beifall wurde das Abstimmungsergebnis verkündet. Die auch damit verbundene Kraftprobe der Jungen Liberalen Niedersachsen gemeinsam mit dem Bezirksverband Lüneburg und weiteren Delegierten gegenüber der Linie der Mehrheit des Parteivorstandes konnte gewonnen werden.

Was bedeutet das für uns als Kreisverband? Wir können mehr als zufrieden sein denn nun ist erreicht, was wir seit acht Jahren versucht haben durchzusetzen. Der Landesparteitag war darum ein voller Erfolg. Ein Erfolg für Lüchow-Dannenberg, die gesamte Region und Niedersachsen.

Zuvor war ein anderslautender Antrag des Bezirksverbandes Lüneburg abgelehnt worden. Dieser Antrag beinhaltete die Abkehr von der Endlagerung, die langfristige Zwischenlagerung unter der Prämisse die Forschung in die Entsorgungstechnologie zu fördern.

Wie anders lautende Mitteilungen es darstellen (EJZ vom 11.04.2011) war diese Ablehnung allerdings kein Stolperstein für Wirtschaftsminister Bode. Bode ist gleichzeitig Vorsitzender des Bezirksverbandes Lüneburg und hat als dessen Vertreter dieser Antrag vorgebracht. Was in der vorangegangenen Berichterstattung aller Medien vergessen wurde:
Der Antrag ist abgelehnt worden, weil der Landesvorstand folgende Passage in die Beschlußfassung mit aufgenommen hat. Diese wurde von Dr.Birkner als Kompromisslösung vorgeschlagen und ist ebenfalls mehrheitlich beschlossen:

…Darüberhinaus ist zu untersuchen, ob die dauerhafte Zwischenlagerung eine Möglichkeit zum Umgang mit hochradioaktiven Brennelementen sein kann.

Interessant ist die Konsequenz aus dieser gesamten Beschlusslage: Wie das niedersächsische Umweltministerium bereits seit langem vorgetragen hat ist die Rückholbarkeit von hoch radioaktivem Müll unumstritten.

Nicht ohne Grund: Es sind die Lehren aus dem Desaster der Asse gezogen worden. Die Betreiber müssen jederzeit in der Lage sein den Zugriff auf die strahlenden Bestände zu bekommen. Diese Ansicht wird mittlerweile von nahezu allen politischen Gremien vertreten.

Die Beschlußlage der FDP Niedersachsen stellt das Umweltministerium vor das Problem einerseits andere Standorte ins Visier zu nehmen und andererseits den Endlagerprozess so umzugestalten, daß jederzeitige Rückholbarkeit gewährleistet ist.

Eingedenk der eklatanten geologischen und politischen Unwägbarkeiten der Erkundungen in Gorleben sind die Beschlüsse des Landesparteitages ein weiterer Grund, die Tiefenlagerung dort fallen zu lassen.

Die FDP Niedersachsen wird auf dem kommenden Bundesparteitag in Rostock die jetzige Beschlußlage vertreten müssen, was enormen Druck auf die Bundespartei im Sinne der Sache ausüben dürfte.

Kommt doch dem Lande Niedersachsen in dreierlei Hinsicht ein außerordentliches Gewicht zu:

  1. Aus Niedersachsen kommt der künftige Bundesvorsitzende Philipp Rösler.
  2. Niedersachsen ist das Bundesland, was bislang als fast einziges Bundesland die Lasten der Nutzung der Kernenergie zutragen hat. Insofern kommt Niedersachsen hier eine besondere Gewichtung zu.
  3. Niedersachsen wird – genau wie der Bund – Schwarz/Gelb regiert. Die Beschlußlage hat somit direkte Auswirkungen auf die Bundespolitik.

Wie aus Kreisen des Landesumweltministeriums verlautet, wird die langfristige Rückholbarkeit so einen Schwerpunkt erreichen, daß eine andersartige Lagerung als bisher favorisiert werden muß.

Das läuft auf eine Lagerung in oberirdischen Bunkeranlagen oder die Lagerung in anderen Formationen wie Granit und Ton hinaus. Eine Abkehr von der ursprünglich geplanten Form der Endlagerung in Steinsalz ist hier zwangsläufig die Folge. Dessen Sinn war das Ausnutzen der Konvergenz, also des vollständiger Einschlusses im Steinsalzes.

Unserer Einschätzung nach, rückt eine Endlagerung im Gorlebener Salzstock nunmehr in weitere Ferne.

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Apr
08
2011

“Was empfinden Sie denn jetzt so?”

Der Kreisverband hat sich mit seiner Meinung in Sachen Kernenergie nie versteckt. Wir waren immer wach und leise aber stetig zu hören. Das ist auch dem NDR nicht entgangen der sich an “die aus Lüchow-Dannenberg” erinnert hat, auch weil die den Koalitionsvertrag zwischen Schwarz und Gelb in Hannover mit einer Enthaltung bedachten – wegen Gorleben. Also gab es heute einen Vor-Ort-Außendreh im Forst von Gorleben. Ein Drei-Minuten-Beitrag für das Landesfenster im Dritten Programm.

Und? Was empfinden die Liberalen zwischen Elbe und Drawehn denn jetzt so?

Tja – gute Frage. Die Frage ist schwieriger zu beantworten, als es auf den ersten Blick scheint.

Vor allem sind Gefühle sind etwas sehr persönliches.

“Genugtuung, angesichts der aktuellen Entwicklungen?” Schon irgendwie. Beim einen mehr, bei der anderen weniger – aber für uns hat sich ja de facto nichts entschieden. Der Ausstieg ist wichtig, die Chancen stehen jetzt gut, dass die Gremien in unserer Partei diese Erkenntnis in Kürze untermauern. Das nennt man Lernfähigkeit und die ist wichtig für die Politik.

Aber wir werden weiterhin warnend auf die ungelösten Fragen der Endlagerung hinweisen müssen und stehen daher noch immer am Anfang. Allerdings stehen wir offenkundig innerhalb der FDP nicht mehr alleine am Rand der Diskussion – und das fühlt sich gut an, für mich.

Olaf Schöllhorn

Der Beitrag im NDR heute abend um 19.30 Uhr bei “Hallo Niedersachsen”.

PS: Die Sache mit den Tieffliegern ist ein eigenes Thema, oder?

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Feb
05
2010

Neue Medien im KreisverbandThemenabend in Lüchow

Die neuen Medien werden auch im Kreisverband genutzt. Praktische Auswirkung: Einladungen via Email sparen dem Kreisverband Portokosten. Das gilt in noch größerem Umfang für den Austausch von Dokumenten, und: Der macht zusätzlich Arbeit und kostet Zeit.

Während sich der Umgang in der Regel problemlos ist, bleibt das WWW für viele Mitglieder ein Buch mit sieben Siegeln. Selbst wenn Interesse da ist, fehlt es oft an Motivation und Zeit, sich das nötige Basiswissen selbst anzueignen.
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Nov
02
2009

Groß gedacht

In der Größe liegt eine gewisse Verlockung.
Als der Landkreis Lüchow-Dannenberg begann seine Hausaufgaben zu machen, da fusionierten fünf defizitäre Samtgemeinden zu dreien. Die sind jetzt vor allem eines: größer.
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Jul
19
2009

Vorteile und Nachteile der Kreisfusion – aus unserer Sicht

Aus aktuellem Anlass möchte ich eine kurze Positionsbestimmung zur Kreisfusions-Diskusion abgeben, denn der Druck auf kleine Verwaltungseinheiten erhöht sich merklich. Was spricht dafür, was dagegen? Klar ist: Eine Kreisfusion hat für Lüchow-Dannenberg natürlich Vor- und Nachteile.

Als Vorteil wird ins Feld geführt:
Erhebliche Einsparpotentiale bei der Zusammenlegung von Verwaltungseinheiten.

Wie groß diese tatsächlich sind, ob sie tatsächlich realisiert werden? Diese Fragen lassen sich schwer beantworten. Erfahrungsgemäß sind die Ziele schnell hoch gesteckt, werden selten erreicht und nie übertroffen.

Sinnvoll sind vielleicht die Zusammenfassungen von Kompetenzen (zum Beispiel bei der Gestaltung des ÖPNV).

Und last not least: die Bezuschussung durch das Land. Hannover zeigt sich großzügig ist aber nicht ohne eigene Interessen involviert.

Kommen wir zu den nachteiligen Folgen einer Fusion aus unserer Perspektive:

Gerade in ländlichen Bereichen entstehen erhebliche Fahrtkosten und echter zeitlicher Aufwand, der mit Besuchen bei in der Kreisstadt verbunden ist. Diese Kosten sollten in die Gesamtrechnung einer Fusion mit einbezogen werden.

Und: Neben dem Wegfall von Arbeits- und Ausbildungsplätzen (…wie lange die BBS Lüchow nach einer Fusion wohl Bestand haben wird?), schmerzt vor allem der Wegfall von parlamentarischen Einwirkungsmöglichkeiten:

In einem grösseren Kreistag leidet der Einfluss der Lüchow Dannenberger auf das direkte Geschehen vor Ort. Man ist fusioniert halt nur Teil eines Größerem und wird zwangsweise zur Minderheit. Gleichzeitig sind die Vertreter aus Lüchow-Dannenberg zu weit weg von eventuellen Koalitionären außerhalb der Kreisstadt. Letztendlich bleibt man auch als “Großkreis” aus Landesperspektive ein kleines Licht. Wenn die Strahlkraft fehlt stellt sich die Frage: Der Verlust von Souveränität zu welchem Zwecke?

Regionen wie Schnackenburg und Gartow, werden in Folge einer Fusion an den Rand weit hinter dem Horizont gedrängt und politisch erheblich an Bedeutung verlieren. Aber gerade die Daseinsvorsorge in einem
“Flächenstaat” bedarf m.E. der besonderen Beachtung.

Es kann nicht angehen, dass die regionale Zugehörigkeit hier eine Minderbeachtung rechtfertigt.

Gerade diejenigen, die ohnehin schon “abseits” leben, arbeiten und wohnen bedürfen einer Stimme und eines Forums. Eher mehr, als weniger. Und eine Kreisfusion führt von dieser Idee weg – weit weg.

BvdB

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Jan
23
2009

Wechselbad der Gefühle

Das Jahr 2009 hat mit einer historischen Sensation begonnen. Erstmals in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika ist ein junger farbiger Präsident gewählt worden. Das ist eine friedliche, demokratische Revolution für Amerika und ein Hoffnungsbote gegen die Apartheid in der Welt. „I have a dream“ ist in Erfüllung gegangen. Positiv sind auch die national und international hohen Erwartungen an den jungen neuen Präsidenten. Belegen eben diese Erwartungen doch die Veränderungsnotwendigkeit und –willigkeit gleichermaßen. Dabei nimmt Obama jeden Bürger in die Pflicht und ermutigt ihn zugleich – „Yes we can“ !

Aber auch in Deutschland gibt es eine gute Nachricht. Die hessischen Wähler haben der eitlen Machtpolitik der hessischen SPD die rote Karte gezeigt. So haben die Hessen ein gutes Signal für Demokratie und Freiheit an die Politik ausgesandt.  Continue reading “Wechselbad der Gefühle” »

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